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Qutenza®-Serie, Teil 1: Erfahrungsberichte aus österreichischen Schmerzzentren

„Frühzeitig an lokale Therapien zu denken ist das Wichtigste“

Im Gespräch mit Ass.-Prof.in Dr.in Gudrun Rumpold-Seitlinger, MSc, Leiterin der Interdisziplinären Schmerzambulanz, Klinische Abt. für Spezielle Anästhesiologie, Schmerz- und Intensivmedizin am LKH-Univ. Klinikum Graz:

 

Worin sehen Sie den großen Nutzen von topischen Therapien bei peripheren neuropathischen Schmerzen?
Wir haben sehr häufig mit älteren, multimorbiden Patienten zu tun, die eine Reihe von Medikamenten einnehmen. Oft sind sie gegenüber zentral nervösen Nebenwirkungen der systemischen Therapeutika sehr empfindlich. Bei topischen Therapien haben wir dieses Problem nicht, denn es sind kaum systemrelevante Nebenwirkungen zu erwarten. Daher stehen im Falle von lokalisierten neuropathischen Schmerzen lokale Therapeutika bei diesem Patientengut, aber auch bei jenen Patienten, für welche die Phase der Gewöhnung an ein systemisches Medikament nicht akzeptabel ist, an erster Stelle, und zwar sowohl für mich persönlich als auch in den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie1.

Welchen speziellen Nutzen sehen Sie bei Qutenza® im Besonderen?
Qutenza® bietet meiner Einschätzung nach den Vorteil, dass es einfach anzuwenden ist. Es besteht zwar ein gewisser Zeitaufwand und es braucht geschultes Personal, jedoch ersparen sich die Patienten die tägliche Anwendung einer Therapie. Qutenza® wird in der Ambulanz oder auch in manchen Praxen appliziert, was bei Bedarf alle drei Monate wiederholt werden kann.

Bei welchen Patienten setzen Sie Qutenza® bevorzugt ein?
In unserer Ambulanz kommt Qutenza® bevorzugt bei Patienten mit Neuralgien nach Herpes Zoster und bei Polyneuropathien zum Einsatz. Prinzipiell natürlich auch bei allen anderen Formen von lokalisierten Nervenschmerzen.

Wie beurteilen Sie die Wirksamkeit und die Responderrate von Qutenza®?
Meiner Erfahrung nach beträgt die Responderrate durchschnittlich etwa 70%. Am höchsten ist sie bei Patienten mit Post-Zoster-Neuralgie.

Je früher mit der Qutenza®-Behandlung begonnen wird, desto größer ist der Erfolg.2 Deckt sich das auch mit Ihrer klinischen Erfahrung?
Ja, auf jeden Fall. Das sehe ich auch wieder speziell bei der Post-Zoster-Neuralgie. Kommen Patienten erst nach sechs oder zwölf Monaten, ist der Therapieerfolg wesentlich geringer.

Was braucht es, um einen rascheren Einsatz zu fördern, und wie können niedergelassene Mediziner dies unterstützen?
Das Wichtigste ist, dass niedergelassene KollegInnen wissen: Sobald ein fokaler neuropathischer Schmerz diagnostiziert ist, soll mit der Behandlung begonnen werden. Die frühzeitige Erwägung lokaler Therapien ist das Wesentlichste. Wir bieten diese Therapie in der Ambulanz an und terminisieren Patienten auch sehr kurzfristig für eine Qutenza®-Therapie.


Die Interdisziplinäre Schmerzambulanz am LKH-Univ. Klinikum Graz stellt sich vor

Die Schmerzambulanz bietet ein multimodales Konzept in der Betreuung von Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen. Das multiprofessionelle Behandlungsteam setzt sich aus Fachärzten für Anästhesiologie und Intensivmedizin, diplomiertem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Klinischen Psychologen und Sozialarbeitern zusammen. Eine enge Kooperation besteht auch mit den Universitätskliniken für Neurologie, Orthopädie, Radiologie und Neurochirurgie. Bei Bedarf ist zudem eine sozial- oder ernährungsmedizinische Beratung möglich. Entspannungsverfahren, Massagen und komplementärmedizinische Verfahren wie Akupunktur und Neuraltherapie können ebenfalls angeboten werden. Bei speziellen Indikationen werden auch invasive Verfahren eingesetzt, die von regionalanästhesiologischen Blockaden über SCS hin zu intrathekalen Pumpen reichen.

Kontakt:
Univ.-Klinik für Anästhesiologie u. Intensivmedizin
Auenbruggerplatz 29
8036 Graz
Fax: 0316/385-13852
E-Mail: schmerzambulanz@klinikum-graz.at

 

Weitere Erfahrungsberichte finden Sie hier

Literatur:
  1. Schlereth T et al., Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen, S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, 2019, S. 91, Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.).
  2. Maihöfner C et al., Treatment of peripheral neuropathic pain by topical capsaicin: Impact of pre-existing pain in the QUEPP-study, European Journal of Pain 2014, 18, S. 671-679.

Qutenza ® 179 mg kutanes Pflaster
Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jedes kutane Pflaster mit einer Fläche von 280 cm2 enthält: Wirkstoff: 179 mg Capsaicin entsprechend 640 Mikrogramm Capsaicin pro cm2 Pflaster. Sonstige Bestandteile - Pflaster: Matrix: Silikonklebstoffe, Diethylenglycolmonoethylether (Ph.Eur.), Dimeticon 12500 cSt, Ethylcellulose N50 (E462); Trägerschicht: Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Film, Drucktinte mit Pigmentweiß 6; Abziehbare Schutzfolie: Polyesterfilm, Fluorpolymer beschichtet; sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung - Reinigungsgel: Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.) (E320) (0,2 mg/g) sonstige Bestandteile - Reinigungsgel: Macrogol 300, Carbomer 1382, Gereinigtes Wasser, Natriumhydroxid (E524), Natriumedetat (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen. Qutenza kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Schmerzen angewendet werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Warnhinweise: Reinigungsgel enthält Butylhydroxyanisol. Vor Anwendung Packungsbeilage beachten. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokalanästhetika, andere Lokalanästhetika, ATC-Code: N01BX04 Verschreibungspflichtig/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Informationen zu Besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inhaber der Zulassung: Grünenthal GmbH, Zieglerstr. 6, 52078 Aachen. Stand der Information: März 2019.

 

Fachinformationen zu allen erwähnten Produkten: https://fachinformation.grunenthal.at/